ÖKUMENISCHER GOTTESDIENST IM ST. VEITS-DOM IN PRAG

27. April 2022

Ehrenschutz

Dr. Michael Ludwig, Bürgermeister und Landeshauptmann der Stadt Wien

ORT

St. Veits-Dom
Hradschin, III. Burghof
119 01 Prag

DATUM

27. 4. 2022

BEGINN GOTTESDIENST

10:00

DOM GEÖFFNET

9:30

PARTNER

INFORMATION 

Vom Herzen Wiens ins Herz von Prag

Im Rahmen des Jubiläumsjahres der Wiener Tschechen und Slowaken besuchten SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern den Senat des tschechischen Parlaments sowie den St. Veits-Dom in Prag

Stellen Sie sich drei Hundert Menschen vor – kleine, große, organisationserprobte und nervöse, wie sie vor sechs Uhr morgens auf dem Wiener Hauptbahnhof zusammenkommen. Jeder bekommt eine Akkreditierung auf einem Halsband, auch Lanyard genannt, hängt es sich um, und die meisten verlieren es tatsächlich nicht. Sie melden sich zu den vorher festgelegten Gruppen, die Letzten treffen ein und wir machen uns auf den Weg zum richtigen Gleis. Die Rolltreppe entpuppt sich als Engstelle – wird der Zug nicht längst weg sein, bis 300 Leute mit Koffern hinaufgefahren sind? Wir bewältigen noch eine Angstsituation, nachdem es die Bahngesellschaft verabsäumt hatte, einen für uns vorgesehenen Waggon aufzusperren, und 30 Menschen bis kurz vor Abfahrt auf dem Bahnsteig stehen. Gemeistert, wir kommen in Prag an. Der nächste Flaschenhals ist das Hotel in Prag, das durch eine einzige Drehtür zu erreichen ist, und es gibt 300 SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern unterzubringen, bevor wir zum nächsten Programmpunkt aufbrechen. Das Check-In funktioniert erstaunlich gut und schnell und wir kommen rechtzeitig im Senat des Parlaments der Tschechischen Republik an. Unser offizieller Gastgeber Tomáš Czernin (übrigens Gast des Gesprächsabends Na kus řeči, der am 14. Mai von Vídeňské svobodné listy in Wien veranstaltet wird) ist der Vorsitzende der Ständigen Kommission für AuslandstschechInnen und heißt uns im wunderschönen Barockgarten des Wallenstein-Palais willkommen, nachdem das Parlamentsgebäude über keinen Saal verfügt, der für unsere 300köpfige Delegation groß genug gewesen wäre. An dem Nachmittagsempfang nahm die österreichische Botschafterin in Prag, stellvertretende Minister für Unterricht und Auswärtiges, der Vorsitzende sowie VertreterInnen des Tschechoslowakischen Auslandsinstituts in Prag sowie die Direktorin des Nationalen pädagogischen Museums und Bibliothek Jan Amos Komenskýs teil. Alle FestrednerInnen betonten die herausragende Bedeutung des Schulvereins Komenský nicht nur für Österreich, sondern in weltweiter Dimension: Wien und die kroatische Stadt Daruvar sind die einzigen zwei Orte auf der Welt, wo man die Schullaufbahn vom Kindergarten bis zur Reifeprüfung auf Tschechisch absolvieren kann. In seiner Rede appellierte Karl Hanzl, Obmann des Schulvereins Komenský, an alle Spender und Förderer des Schulvereins und sprach einen Wunsch aus, den man als Mission verstehen kann: die Kinder und Jugendlichen, die hier und jetzt in der Sala Terrena des Prager Wallenstein-Palais Freude und das Gefühl der Zugehörigkeit erleben, mögen eines Tages ihren Kindern dasselbe Erlebnis gönnen und sich deshalb für den Kindergarten, die Volksschule oder das Gymnasium Komenský in Wien entscheiden. Was wäre es für eine Feier ohne den Schulchor und das Schulorchester Komenský! Ohne ihren schönen musikalischen Vortrag voller ansteckender Freude hätten die Kinder aus dem Kindergarten und der Volksschule wohl kaum allen Reden bis zum Ende gelauscht. Yvona Friedlová, Christa Cernajsek und Johannes Langer kamen überein, dass sich die Leistung von Mal zu Mal steigert, was gleich am nächsten Tag im Prager Sankt Veits-Dom bestätigt wurde: Das Orchester und der Chor glänzten mit ihrem Auftritt. Ihre musikalische Darbietung war jenes Bindeglied, das aus dem ökumenischen Gottesdienst ein geistliches und feierliches Erlebnis mit all der jugendlichen Begeisterung und Freude an der Harmonie machte, obwohl der Chor den ganzen Gottesdienst sowie den anschließenden Vortrag über die Geschichte des St. Veits-Domes stehend absolvieren musste, da wir die Bestuhlung des Domes bis zum letzten Stück aufgebraucht hatten. Auf dem Rückweg haben wir erfragt, was von den TeilnehmerInnen als gelungen empfunden wurde und was man beim nächsten Mal verbessern kann; quer durch alle Jahrgänge kamen positive bis begeisterte Rückmeldungen, und die Kinder beklagten sich, dass sie schon nach Hause müssen. Die Reise und der Aufenthalt wurde für Schul- und Kindergartenkinder, begleitende Eltern und LehrerInnen vom Schulverein Komenský finanziert. Fotos und Videos unter http://wien-cz-sk.at/de/videa_foto

 

FOTOS AUS DEM SENAT DES TSCHECHISCHEN PARLAMENTS

FOTOGALERIE DES ÖKUMENISCHEN GOTTESDIENSTES IM ST. VEITS-DOM

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